
Als Familie Karabulut vom Kaiserstuhl am 10. Januar zum Hüttenzauber angereist kam, fing für sie bei Achern auf der Autobahn der Winter an. Annemone hatte sich erst gar nicht auf die Straße getraut, aber Serkan sammelte sie noch ein, sodass auch sie mit dabei sein konnte. Unser Segelplatz lag ganz in weiß.
Mit dem neuen Jahr haben wir auch gleich die neue Anfahrtsroute eingeweiht. Statt vom Damm aus den ersten Abzweig nach rechts zu nehmen, folgt man dem Damm jetzt in Richtung Süden am Platz vorbei und biegt danach rechts in den Wald ab, wo ein breiter neuer Kiesweg angelegt wurde. Dann kommt eine Kurve vor dem See, und man fährt den Platz von Süden an. Dieser Abschnitt ist allerdings noch ziemlich unwegsam und bei nassem Wetter matschig.
Um 3 Uhr nachmittags ging es los. Das war jetzt das vierte Mal, dass wir zum Jahresbeginn unseren Hüttenzauber gefeiert haben, und Joan und Kerstin, die das ganze ja mal angestoßen hatten, brachten wieder ihr phänomenales Gulasch mit. Auch Gerald legte sich ins Zeug und servierte eine geniale serbische Bohnensuppe. Arno schaffte den Glühwein heran und schenkte aus, und Marianne übernahm das unverzichtbare Stockbrot, weil Trissls kurzfristig verhindert waren. Aber auch die anderen ließen sich nicht lumpen: Annemone mit Zitronencremehäppchen, Helga mit einer gigantischen Käseplatte, Diana mit mexikanischem Früchtepunsch und Haferbrotbällchen mit Dip, Kathleen mit einem italienischen Nudelsalat und Jia Lin und Michael mit einem Sortiment an Keksen. Unser Neuzugang Martin Bartosch hatte leckere Hörnchen dabei, sogenannte Martinshörnchen 😉.
Genauso wichtig ist die Infrastruktur: Roland hat die Vorbereitungen organisiert, Noordams räumten die Bretter aus der Hütte und richteten die Tische aus, Dominik brachte das Dreibein und die Feuerschale, Petra deckte den Tisch, Hilmar schloss sein Stromaggregat an und stellte einen Gasheizstrahler auf, und verschiedene Leute brachten Gaskocher mit.
Damit konnte es jetzt gemütlich werden. Drinnen war es schön warm, draußen frisch, aber rund um das Feuer dann doch angenehm. Der Wind entpuppte sich als Gemeinschaftsstifter: Immer, wenn er mal wieder drehte, flüchtete jemand vor dem Rauch auf die andere Seite des Feuers, sodass die Gesprächspartner ständig neu durchgemischt wurden.
Bei leckerem Essen und angeregten Gesprächen verging die Zeit wie im Fluge.
Gegen acht löste sich die Gesellschaft auf. Es wurde aufgeräumt, Petra erbarmte sich des Mülls, und Gerald und Detlef versorgten am Sonntag noch die Bretter und Bierbänke, weil es nach dem Hüttenzauber stockdunkel war.
Der warme Wind hatte inzwischen ganze Arbeit geleistet. Aller Schnee war weggetaut, der Segelplatz lag grün in der Dunkelheit und freut sich auf das Frühjahr, wenn es mit dem Segeln wieder losgeht.




















