
Vom 10. bis 12. Juli haben wir uns am Étang du Stock getroffen. Das ist ein Stausee von ordentlicher Größe in Lothringen, knapp 2 Autostunden von Bühl entfernt. Leider waren wir nur 3 Teams mit jeweils einem Boot, aber auch so war es ein schönes Wochenende von Freitag bis Sonntag.
Diana und ich, Detlef, waren die ersten, die nach der Mittagspause des Campingplatzes um 14 Uhr aufgekreuzt sind, kurz danach kamen Petra und Gerald Trumpp, und etwas später Stefan Krieg mit seinem Sohn Julius. Immerhin haben wir das gesamte Spektrum des Campings abgedeckt: Diana und ich im Zelt, Trumpps in einem großen Chalet, und Stefan und sein Sohn im Wohnmobil. Unsere Plätze lagen gerade ein paar Schritte auseinander.
Der Wind war das ganze Wochenende ordentlich und nicht jedermanns Geschmack. Wer konnte hat gerefft. Gerald war der erste, der sein Boot klar hatte, und da ich noch nie zuvor einen Zweimaster gesegelt habe, habe ich mich mit auf die Gaiß’l eingeschifft. Gerald hat Petra und mich über den See und in die Buchten hineingeschippert.
Wenngleich wir bei weitem nicht das Boot mit den meisten Rümpfen hatten (ein Trimaran war unterwegs), so hatten wir doch mit Abstand die meisten Masten (100% mehr als alle anderen Boote). Das Ab- und Anlegen in unseren Boxen am Steg war allerdings nicht ganz ohne, da der Wind direkt in die Box blies. Als wir dann vollzählig waren, haben wir einen der Picknicktische auf dem Zeltplatz für uns gekapert und die Grills angeworfen. So wurde es noch ein sehr schöner Abend.
Am nächsten Morgen haben wir erst einmal Baguette und Croissants geholt und nach und nach unser Frühstück zu uns genommen.
Dann habe ich mich erneut von Gerald und Petra mitnehmen lassen, während Stefan und Julius sich um ihren Katamaran, ein Topcat, gekümmert haben. Mit der Goat haben wir wieder einige Buchten besucht. Am Bootssteg eines Vereins, wo die Leute zum Baden ins Wasser sprangen, sind wir kurz an einen Steg gegangen, um das Großsegel weiter zu reffen.
Anschließend habe ich mit Stefan und Julius eine Runde mit der Bahia gedreht. Wir sind bis in den SO-Arm des Sees gefahren. Auf der Rückfahrt haben wir ein Kap nicht weiträumig genug umschifft, sind mit dem Schwert ins Kraut geraten du wurden dann, manövrierunfähig, vom Wind ins Schilf getrieben. Da das Wasser dort noch hüfttief war, konnte ich austeigen, das Boot zum offenen Wasser hin ausrichten und ihm einen ordentlichen Schubs geben, und wieder einsteigen. Daraufhin haben wir es geschafft, uns wieder frei zu kreuzen. Ansonsten war es aber eine schöne Fahrt mit gerefftem Segel und ordentlich Wind. Nur das Anlegemanöver wurde erneut schwierig, wir mussten in eine fremde Box hineinfahren (es hat gerumpelt) und das Boot dann in die eigene Box verholen.
Nach einer kurzen Stärkung zu Mittag ging es dann noch einmal los mit Stefans neu erworbenem Katamaran, wieder zu dritt an Bord. Da man das Segel nicht reffen kann, sind wir streckenweise ganz schön in Fahrt gekommen. Auch Gerald und Petra waren wieder mit der Goat unterwegs, auf dem Rückweg haben wir uns getroffen.
Da Stefan Julius versprochen hatte, an einem Abend Essen zu gehen, trafen Diana und ich uns bei Trumpps auf deren nobler Terrasse, und wir haben erneut gegrillt.
Nachdem der Wind am Sonntag immer noch nicht nachgelassen hatte und wenig Lust bestand, noch einmal hinauszufahren, haben wir statt dessen ausgiebig gefrühstückt und dann unsere Zelt, Wohnmobil und Boote abgebrochen und zusammengepackt.




