
So viel Trubel war selten! Beim Kindersegeln im Rahmen der Ferienprogramme der Gemeinden Rheinmünster und Hügelsheim am Samstag und beim Schnuppersegeln am Sonntag war die Resonanz außergewöhnlich.
Wie immer hatten wir 30 Kinder eingeladen, aber dieses Jahr erschien mir die Begeisterung größer als jemals vorher.
Um 10 Uhr hatten wir uns getroffen, um die Pavillons und die Tische aufzubauen und schön zu machen, um die Flaggen zu hissen und die Soundanlage zu installieren und das Takelmodell und die Knotenschule herzurichten und die Spiele für die Pause und den Flautenfall. Boote wurden aufgerüstet in großer Zahl, und die DLRG rückte wieder mit ihrem üppig motorisierten Schlauchboot an. Eine vielversprechende Brise zog über den See, und auch die Vertreterinnen der Gemeinden, Frau Engelhardt aus Rheinmünster und Frau Hillert aus Hügelsheim, waren gekommen, um die Vollzähligkeit ihrer Küken zu überprüfen und dem einen oder anderen Elternteil hinterher zu telefonieren, falls das Kind noch nicht da war. Sogar die Hügelsheimer Bürgermeisterin Kerstin Cee war vor Ort.
Als um 13 Uhr die Kinder eintrafen, beschloss Äolus, erst einmal Mittagspause zu machen. Das war in Ordnung, solange die Kinder registriert und mit Namensbeppern versehen wurden, und solange Michael K. in seiner charmanten Art die Komponenten der Segelboote erklärte. Als es dann aber losgehen sollte, war Äolus gerade mit dem Hauptgang beschäftigt (mit vollem Munde bläst sich’s schlecht), sodass Corinna und Kerstin erst einmal ihre Spiele veranstaltet haben. Da konnten die Kinder mit Wasserspritzen Joghurteimer abräumen, mit Schwämmen im Teamwettbewerb Wassereimer füllen und manches mehr. Nach einiger Zeit, Äolus war gerade beim Nachtisch, kamen die DLRG-Kollegen auf die Idee, Segelboote mit dem Motorboot zu schleppen, um wenigsten etwas auf dem Wasser zu machen. Auch einige unserer Segelboote sind mit Elektromotoren ausgerüstet, und wir haben das neue Alu-Boot, und so wurden die Kinder auf die Boote verteilt, und es ging los. Inzwischen hatte aber Äolus die Mittagspause beendet, und, auf seine Siesta verzichtend, entschloss er sich, eine kinderfreundliche Brise über dem See zu entfachen. Bald segelten alle Boote ohne Motor, und es gab wirklich etwas zu tun an Bord. Klar zur Wende, jetzt zieh du mal hier an der blauen Leine, ja, feste, und du kommst jetzt rüber auf die andere Seite. Darf ich auch mal ans Ruder? Na klar.
Nach einer Stunde gab es eine Pause, mit spielen und baden für die Kinder und einem Kaffee für die Skipper, sofern sie nicht gebraucht wurden, um im Tauziehen gegen die Kinder anzutreten (schmählich untergegangen). Dann gab es eine zweite Segelrunde.
Ich weiß nicht, wie es den anderen Skippern ging, aber meine jungen Passagiere waren begeistert vom Segeln, und zwei Mädchen von anderen Booten haben sich im Anschluss erkundigt, ab welchem Alter man denn segeln lernen kann.
Zum Abschluss bekamen unsere Gäste von Guido ihre Teilnahmeurkunden und ein kleines Geschenk überreicht, und Louis durfte bei der Gelegenheit seinen Jugendsegelschein entgegennehmen. Herzlichen Glückwunsch, und allzeit ein nasses Schwert!
Dann gab es vor dem Steg eine Kentervorführung mit David T. auf dem Vereins-Laser und Louis und Detlef auf der Bahia. Gegen 18 Uhr legte sich eine vergleichsweise Stille über den Platz.
Boote wurden an Land gezogen, aber nicht abgebaut, und diejenigen, die zur Nachtwache blieben, bauten ihre Zelte auf und gingen dann erst einmal zur Thekla für eine Stärkung. Als es dunkel war, begann das Freiluftkino mit Leinwand und Beamer und dem Minions-Film.
Der nächste Tag begann für die Nachtwächter mit einem herzhaften Frühstück.
Auch Äolus hatte gut gefrühstückt und blies mächtig die Backen auf. Unsere erste Runde am Vormittag, mit Louis und ohne Gäste, machte ich noch mit Vollzeug, aber ab 13 Uhr, als die Leute kamen, ging es nur noch mit Reff. Auch hier waren mehr Leute gekommen als in vergangenen Jahren, aber wir boten alles auf was schwamm, zogen die Reffs ein und fuhren mit Vorschotern aus dem Verein, um Kenterungen zu vermeiden. Wir konnten unseren Gästen sportliches Segeln vermitteln, und sie mussten ordentlich mithelfen beim Seitenwechsel bei den Wenden und bei der Balance und beim Ausreiten.
In der Pause gab es Kaffee und Kuchen, und auch Frau Christeleit von den Badischen Neuesten Nachrichten war zu uns gekommen und hat einen tollen Bericht verfasst.
Vier Segelrunden waren es am Sonntag, eine mit Louis und 3 mit Gästen, teilweise mit Vorschotern, mit denen ich noch nie oder schon lange nicht mehr gesegelt war, was ich ganz großartig fand. Aber es hat auch ständig volle Konzentration erfordert, wegen der unberechenbaren Windwechsel, und am Abend war ich platt. Ganze Arbeit, Äolus!
Hast Du Lust nochmal mit uns zu segeln? Dann melde Dich bei uns!



































