
Der Familientag begann mit einer meteorologischen Sensation: Das Wetter war besser als vorhergesagt. So gut, dass man kurz dachte, der DWD hätte heimlich Urlaub gemacht. Der Wind dagegen war launisch – genug, um Optis nicht klarzumachen, aber nicht genug, um manche davon abzuhalten, später die Genua zu entrollen, als wäre sie ein Überraschungsei.
Tennis-Rasenturnier – Wimbledon war gestern
Marianne und Serkan packten die Tennisschläger aus und lieferten sich ein spannendes Rasenduell, später übernahm Louis den Part von Serkan – die Herausforderung war der fehlende Tennisball, sodass die Spieler sich mit einem kleinen Fußball behelfen mussten. Das war erwartbar wenig Wimbledon tauglich, also ging’s direkt weiter zum nächsten Programmpunkt.
Das große Kriegersee Derby – WM-Einstimmung
Team Louis & Serkan gegen Team Merle & Guido. Der Start – es ging schnell, 0:1, 0:2, 0:3, 0:4, Louis und Serkan drehten auf und ließen heimliche Profiqualitäten aufblitzen, Merle und Guido wirkten hingegen, als hätten sie noch nicht verstanden, dass das gegnerische Tor nicht nur Deko ist. Doch dann startete die Aufholjagd: Merle und Guido stellten die Strategie um, Merle wurde zur Wand vom Kriegersee, Guido zum Sturmbock, und plötzlich rollte der Ball. Bis die beiden Senioren feststellten, dass ihre Fitness ungefähr auf dem Niveau eines leicht feuchten Bootshauses liegt. Endstand: 2:5
Vier Ixylons und ein hölzerner Rebell
Nach dem Fußball ging es aufs Wasser. Gleich vier Ixylons machten den See unsicher: Ivette, Sunshine, LiNa & SaltLife Doch dann – ein majestätisches Knarzen, ein Hauch von Tradition, ein Boot, das aussieht, als hätte es schon Geschichten erlebt, bevor die Ixylons überhaupt laminiert wurden: Die Goat von Gerald und Petra. Die Goat ist eines der letzten Holzboote auf dem Kriegersee. Eine tapfere, hölzerne Widerstandskämpferin gegen die „Ixylon Plage“, die den See seit kurzem überrollt. Während die Ixylons wie rote Gelcoat Käfer über den See huschten, glitt die Goat in stoischer Ruhe dahin – ein schwimmendes Denkmal an die Zeit, als Boote noch rochen wie Boote und nicht wie Baumarkt. Gerald und Petra führten sie mit der Gelassenheit von Menschen, die wissen, dass Holz nicht nur schwimmt, sondern auch Charakter hat.
Grillglut, Hüttenduft und Dank an die Crew
Nach ein paar Schlägen über den See – die Genua kam irgendwann auch aus dem Mittagsschlaf – ging es zurück an Land. Der Grill wurde angefeuert; der Wind trieb alle in die Hütte, die sich schneller füllte als ein Opti bei Kentertraining, und dank Kathleen und Marianne war alles perfekt vorbereitet. Einfach gemütlich, einfach gut.
Lennart – der Kettcar Kommandant
Mit vollem Bauch machte Lennart das Vereinsgelände unsicher. Mit Merle im Schlepptau verwandelte er das Kettcar in eine Mischung aus Einsatzfahrzeug, Rallye Bolide und Spaßmaschine. Die beiden rasten über den Platz, als gäbe es eine Pole Position zu gewinnen – und sorgten dafür, dass niemand vergaß, dass ein Familientag auch am Land seine Abenteuer hat.
Westwind Finale und das große Anlege Chaos
Nach der Stärkung ging es wieder aufs Wasser. Der Westwind hatte inzwischen beschlossen, dass er heute noch eine Show abliefern möchte. Das Anlegen wurde zur Mischung aus „Geschicklichkeitsprüfung“, „Windlotterie“ und „Bitte nicht den Steg treffen Challenge“. Aber: Alle kamen an, alle blieben trocken, und niemand musste die DLRG rufen.
Merle – die heimliche Heldin
Während die Großen noch über Winddreher, Fitness und Holzboote philosophierten, setzte sich Merle in die Hütte und machte Hausaufgaben. Nach einem Tag voller Fußball, Segeln und Chaos. Das ist wahre Disziplin.
Schlusswort
Ein Tag voller Sonne, viel Wind, Lachen, Holzboot Romantik und Ixylon Übermacht. Ein Familientag, wie er sein muss – mit sportlichen Höhen, seglerischen Tiefen und einer Goat, die standhaft bleibt.
